2016-08-19

Rahmenvertrag mit muslimischen Verbänden

Katholisches Büro und Landeskatholikenausschuss plädieren für Fortsetzung der Gespräche

 

Die CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag ist aus den Verhandlungen über einen Rahmenvertrag mit den muslimischen Verbänden DITIB, Schura und der Alevitischen Gemeinde ausgestiegen. Damit fehlt die breite Unterstützung des Landesparlaments für ein Vorhaben zur weiteren Integration, für das Ministerpräsident Weil geworben hatte und dessen Abschluss kurz vor dem Abschluss stand.

Prälat Prof. Felix Bernard, Leiter des Katholischen Büros, äußerte Unverständnis für diesen Schritt und fordert die Verträge zum Abschluss zu bringen. Man dürfe die Ereignisse in der Türkei nicht als Hindernis aufbauen, sondern müsse die Situation in Niedersachsen und die Integrationsleistung der beiden Verbände zum Maßstab nehmen. Auch der Vorsitzende des Landeskatholikenausschusses, Claus-Dieter Paschek, sieht keinen triftigen Grund für einen Verhandlungsabbruch. "Im Gegenteil, mit dem Vertrag stärken wir das religiöse Miteinander in Niedersachsen." Mit der Unterzeichnung könne dem Missbrauch des Islams zu extremistischen Zwecken entgegengewirkt werden.
(Quelle: Kirchenbote Osnabrück, Nr. 33 vom 14.08.2016)

 
 (c) Peter Weidemann, pfarrbriefservice.de